Preisvergabe der Beethovenstiftung Bonn 2005 zur Förderung in 2006

Über die 27 Anträge 2005 zur Förderung im Jahr 2006 entschied am 21.02.2006 die dreiköpfige Fachjury Herr Prof. Jean-Baptiste Joly (Direktor der Akademie Schloss Solitude, Stuttgart), Herr Prof. Dr. Stephan Berg (damaliger Direktor des Kunstvereins Hannover, jetzt Intendant des Bonner Kunstmuseums) und Frau Dr. Eleonore Büning (Musikkritikerin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung).


Preisträger

Peter Piller, „Peripheriewanderung Bonn“
Fördersumme: € 29.850.--

„Peripheriewanderung“ umschreibt eine künstlerische Vorgehensweise Peter Pillers (geb. 1968) seit 1993. Die Stadtgrenzen werden umwandert, Texte dabei auf ein Diktiergerät gesprochen, fotografiert und aus der Erinnerung später Zeichnungen erstellt. 1993 umwanderte Piller Hamburg in 26 Etappen, 1996 in 31 Etappen das Ruhrgebiet ermöglicht durch die Förderung des Freundeskreises der Hamburger Kunsthochschule.
Durch eine Förderung durch Mittel des Kunstpreises der Landesversicherungsanstalt Hamburg durchwanderte er 2001 erneut Hamburg in vier Richtungen bis zur Stadtgrenze.

Die Beethovenstiftung Bonn ermöglichte Peter Piller durch die Förderung die Umwanderung Bonns. Er durchwanderte Ende 2006 die Stadtgrenzen Bonns in mehreren Etappen zu unterschiedlichen Zeiten und hielt seine Eindrücke in Zeichnungen sowie Fotografien fest. Maßgeblich waren dabei nicht so sehr die politischen Stadtgrenzen, sondern die Besiedlungsgrenzen.
Als Ergebnis des von der Beethovenstiftung Bonn geförderten Projektes „Peripheriewanderung Bonn“ liegt eine Dokumentation in Katalogform der Reihe Archiv Peter Piller Materialien, erschienen 2007 im Revolver Verlag, Frankfurt, vor (ISBN 978-3-86588-380-3, Herausgeber Christoph Keller).


SchoolSession, Bundesjugendorchester
Fördersumme: € 8.500,--

Unter dem Motto SchoolSession veranstaltet das Bundesjugendorchester (getragen vom Deutschen Musikrat) regelmäßig pädagogisch aufbereitete Konzerte. Die Beethovenstiftung Bonn förderte das am 17. April 2006 in der Akademie Remscheid stattgefundene Konzert unter dem Titel „Tankerträume“ unter dem Dirigenten Steven Sloane und der Solistin Tabea Zimmermann (Viola). Das Bundesjugendorchester präsentierte ein moderneres Werk der Orchesterliteratur, die „Harmonielehre“ von John Adams. Hintergrund dieser Komposition waren Träume, die der Komponist in seiner Musik verarbeitete. Den Auftakt des Konzertes bildete das Adagio aus der Sinfonie Nr. 10 von Gustav Mahler. Als Zugabe wurde Leonard Bernsteins „Mambo“ ausgewählt.


Markus Hechtle, Auftragskomposition
Fördersumme: € 15.000,--

Von der Fachjury der Beethovenstiftung Bonn vergebene Auftragskomposition an den Komponisten Markus Hechtle. Es ist beabsichtigt, eine UrauffĂĽhrung in Bonn durchzufĂĽhren.


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